Fortbildung West

Dass ich behördliche Entscheidungen, insbesondere Prüfungsentscheidungen vor Gericht angreife, macht mich nicht zum Gegner und erst recht nicht zum Feind dieser Behörden. Ganz im Gegenteil habe ich viele langjährige Bekanntschaften mit Mitarbeitern an Hochschulen und Prüfungseinrichtungen, die bis in den freundschaftlichen Bereich gehen. Seit vielen Jahren und mit beständiger Regelmäßigkeit führe ich Schulungen im Hochschul- und Prüfungsrecht für Prüfer und Mitarbeiter von Prüfungseinrichtungen durch, die gerne besucht werden und die freundlichen Zuspruch erhalten. Jede dieser Veranstaltungen lässt mich lernen: Was sind die praktischen Probleme, was läuft hinter den Kulissen, was sind die Schmerzpunkte? Jede dieser Veranstaltungen lässt mich lehren: Wie begegnet man von Behördenseite vernünftigerweise Prüfungsrücktritten, Nachteilsausgleichen, Täuschungsversuchen? Wie gestaltet man eine Prüfungsordnung; wie sollte man sie nicht gestalten? Wie korrigiert man Fehler wirksam, unauffällig und ressourcenschonend? Wie, auf der anderen Seite, findet man diese Fehler in ihrem Versteck? Wie lässt man fachfremde Anwälte gegen die Wand laufen? Wo, auf der anderen Seite, ist die Wand nur Fassade? Der persönliche Umgang mit den Teilnehmern ist ein Schatz, für alle: Man sieht sich, man kennt sich, man geht freundlich um miteinander. Nie würde ich erwarten, dass deshalb jemand die Rechtslage hinten runterfallen lässt, um mir einen Gefallen zu tun, und nie habe ich dergleichen erlebt. Freilich kann es die Kommunikation erleichtern, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat.

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